Kostüme

In den Anfängen der THAG ging alles noch einfacher zu. Inzwischen ist ein ganzer Kellerraum randvoll angefüllt mit Kostümen. Eine Zeitreise kann man hier machen. Von der Tunika bis zum Petticoat ist so ziemlich alles vertreten. Hier werden römische Imperatoren, Butler, Priester und leichte Mädchen eingekleidet.

Das erste komplett ausgestattete Kostümstück, für das Marianne Wegner die historischen Kostüme schuf, war Kleists "Der zerbrochene Krug". Das Ensemble mußte zum Maßnehmen antreten, und dann wurden ihnen die Kleider auf den Leib geschneidert.

So schneiderte Frau Wegner fortan für die THAG. Ihre Meisterleistung war dann die Einkleidung des großen Ensembles für "Romulus der Große" mit einer Vielzahl antiker Kostüme. Und ob Barock oder Kaiserzeit: Frau Wegner stellte die richtigen Kostüme zusammen.

1987 wurde Horst Pillaus Volksstück "Der Kaiser vom Alexanderplatz" aufgeführt, dem Vorgängerstück zu unserem Jubiläumsstück "Der Kaiser von Neukölln". Für dieses Stück wurde Kleidung aus den 40er Jahren benötigt.

Damals übernahm Dorothea Kordaß die Kostümherstellung. Ihr untersteht ein mittlerweile stark angewachsener Kostümfundus, aus dem sie immer wieder aus dem vollen schöpfen kann. Gleichwohl wird der Bestand an Kostümen ständig erweitert. Frau Kordaß läßt es sich nicht nehmen, mit viel Kreativität neue Gewänder zu entwerfen und zu schneidern.

Es ist ihr Ehrgeiz, für jede Inszenierung originalgetreue Kleider beizusteuern. Dann wird eifrig recherchiert und bei den Schauspielern maßgenommen. In atemberaubender Geschwindigkeit entstehen aus den schönsten Stoffen die beeindruckensten Kostüme.

Für solche Stücke wie Carlo Goldonis "Das Kaffeehaus", die in einem historischen Rahmen spielen, sind Kostüme das A und O. Sie verleihen der Aufführung den rechten Glanz.


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